Willkommen

Dies ist meine ganz persönliche - noch im Aufbau begriffene - Website. Ich bin nämlich nicht nur ein deutscher Sozialwissenschaftler, wie es bei Wikipedia heißt, sondern auch ein politischer Mensch mit sehr vielen Interessen. Diese schlugen sich zwar in meinen drei wissenschaftlichen Schwerpunktthemen nieder, haben sich aber nicht darin erschöpft. In den Jahren zwischen 1976 bis 1999 war ich Professor für Politikwissenschaft, Sozialpolitik und Wirtschaftskriminologie an der Fachhochschule Frankfurt am Main im Fachbereich Sozialarbeit. Das Besondere war, dass meine drei Schwerpunkte Doppel-Schwerpunkte waren, die ich außerdem alle im Zusammenhang sah und auch erforschte.

 

Der erste war "Demokratie und Faschismus", der zweite "Migration und Fremdenfeindlichkeit", der dritte "Wirtschaftsverbrechen und Sozialordnung". Der letzte Schwerpunkt wurde im Lauf der Zeit, besonders vor dem Hintergrund der weltgesellschaftlichen Entwicklung nach dem Untergang der Welt des Realsozialismus, die Sozialschädlichkeit von Wirtschaftsverbrechen. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei empfohlen, nach Durchsicht dieses Portals einmal mein unter dem Namen www.wirtschaftsverbrechen.de auffindbares wissenschaftliches Internetportal aufzusuchen.

 

In diesem nun neu eröffneten sehr persönlichen Portal versuche ich Informationen über meine sonstigen Forschungs- und Interessenschwerpunkte zu geben. Sie hängen nicht unbedingt, oftmals aber unvermeidlich, mit meinem Hauptthema zusammen, sind aber von diesem insoweit abgekoppelt oder loslösbar, als ich darauf entweder nur am Rand eingehe oder auf eine vielleicht interessierende Verbindung hinweise. Gelegentlich werde ich gefragt, wozu ich eine solche persönliche Seite für nötig erachte. Ich habe darauf nur die Anntwort, dass ich mein wissenschaftliches und politisches Leben sowie mein Interesse an Geschichte und Kultur nur aus meiner ganz persönlichen Erfahrung mit dem Faschismus und dem Zweiten Weltkrieg, den Ängsten vor Nazis und vor Bombenangriffen, den Verlusten an lieben Menschen, dem Hunger und den Hungerkrankheiten und den Demütigungen erklären kann, die ich in den nahezu zwölf Jahren meines Berufslebens als Arbeiter erfahren habe. Und das ich von meinen Erfahrungen manches an jüngere Generationen weitergeben möchte.

 

Ein Schlüsselwort meines politischen Willens und Wollens war von frühester Jugend an: "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg". Aus einem antifaschistischen Elternhaus stammend, hatte ich meinen Vater zwar durch den Krieg für immer verloren. Er wird seit August 1944 in Rumänien vermisst. Aber weil er gegen die Nazis gewesen war, habe ich ihn nach 1945 für mich als Vorbild entdeckt. Dies genau in der Zeit, als viele Kinder meines Alters sich für ihre Nazi-Väter schämten, manche sich ihnen auf Dauer entfremdeten, den Vater faktisch verloren, obgleich er entweder gar nicht eingezogen worden oder zurückgekehrt war.

 

Mein Vater war ein bis zur Machtübegabe an Hitler aktiver linker Sozialdemokrat. Ein demokratischer Sozialist. Er blieb es, auch wenn er kein heldenhafter Widerstandskämpfer war, was ich bedauere, aber gut verstehen kann, bis zu seinem bitteren Ende. Er war, wie ich es sehe, ein konsuenter Verweigerer. Er verachtete jede Art von Mitläufertum. Ihm fehlte jede Spur von Elitarismus und Militarismus in den Adern. Nichts hätte ihn - wie so vielen erging und heute wieder ergeht - hätte verführen können, sein Selbstwertgefühl durch eine Uniform mit glitzernden Litzen und Orden oder durch eine uni-formierte Meinung zu steigern.

 

In diesem Kontext entwickelte sich mein gesellschaftliches und wissenschaftliches Bewusstsein und mein politischer Ehrgeiz. Ich schloß meinem durch Geburt vorgegebenen Bildungsgang mit der Volkschule ab und erlernte einen Beruf, denn ich mir nicht aussuchen konnte. 1949 war jeder froh, wenn er einen Ausbildungsplatz fand. Eine Lehrstelle zu bekommen, war Glück oder Zufall. Man warf auch nicht hin, wenn man spürte, dass das nicht der Beruf für's Leben war. Durchhalten und auch die kleinsten Chancen wahrnehmen, falls sie sich boten. Irgendwann war man Facharbeiter, in meinem Fall Werkzeugmacher, und irgendwann trat man mit einem solchen Beruf in die Industriegewerkschaft Metall ein.

 

Als Sohn einer vom Verlust ihres Mannes traumatisierten Mutter hielt ich mich rücksichtsvoll zurück, der SPD beizutreten. Zu diesem Schritt entschloss ich mich erst, als ich schon am Hessenkolleg war und die SPD damit begann, ihre exponierten linken Mitglieder auszuschließen, weil sie gegen das gerade beschlossene Godesberger Programm opponierten. Als der Bau der Berliner Mauer (1961) signalisierte, dass der Realsozialismus, nachdem die KPD schon 1956 im Westen verboten worden war, auf unabsehbare Zeit für einen demokratischen Sozialisten keine Perspektive bot, blieb nur noch die Hoffnung, die SPD vor den Konsequenzen des Godesberger Kniefalls vor dem Kapital zu bewahren. Die Hoffnung, nach Verabschiedung des Godesberger Programms der SPD (1959) diese historische Weichenstellung durch Aufbau einer starken innerparteiliche Opposition rückgängig machen zu können, war, wie ja auch die Studenrevolte und der mit ihr einhergehende Linksruck der SPD für kurze Zeit zeigte, nicht völlig unbegründet.

 

Ganze 45 Jahre lang, von 1961 bis 2006, habe ich - zusammen mit vielen anderen sozialistischen Sozialdemokraten gegen die Verbürgerlichungspolitik der SPD angekämpft. Dies als Aktivist der innerparteilichen, aber auch der außerparlamentarischen Opposition, als lehrender und forschender Wissenschaftler, als Buchautor, in der Erwachsenenbildung, als Gründer und Herausgeber einer Zeitschrift. als kritischer Mitstreiter im Kunst- und Kulturbetrieb. Ich habe diesen Kampf im Rahmen verschiedener Initiativen, Gründungen von Vereinen, Organisationen, vor allem der von mir 1991 zusammen mit Freunden gegründeten Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control fortgesetzt.

 

Bis heute habe ich mich nicht entschließen können, mit meiner Aufklärungsarbeit aufzuhören. Auch mein Internetportal www.wirtschaftverbrechen.de und dieses perönliche, legen davon Zeugnis ab. In der Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW, Erziehung und Wissenschaft Nr.4/2018, formulierte der Leiter und Moderator des Fernseh-Politikmagazins Georg Restle einen Anspruch an den Journalismus, den ich auch für mich als Sozialwissenschaftler, Publizist und Aktivist gelten lasse. Er sagte in seinem Gastkommentar, dass es angesichts der Schwierigkeiten der Vermittlung unserer Erkenntnisse  und Überzeugungen an die jüngeren Generationen notwendig sei, dass wir "die publizistische Ethik und die Spielregeln unserer Arbeit transparent machen. Mit anderen Worten: Wir dürfen nicht nur die Welt, sondern müssen auch uns selbst erklären." So möchte ich diese Seite verstanden wissen.

 

Da ich immer wieder erlebe, wie schnell man von der Öffentlichkeit ungefragt zum "Experten" für dieses oder jenes Problemfeld ernannt wird, nur, weil man sich darin vielleicht etwas besser auskennt als andere, dient diese Seite nicht nur dem Zweck, über meine sonstigen Interessengebiete zu informieren, mich selbst zu erklären, sondern auch der Gefahr entgegenzuwirken, zum "Fachidioten" gestempelt zu werden. Die so genannte deformation professionell ist eine leider von den Berufsgenossenschaften nicht anerkannte Berufskrankheit, der die Menschheit nicht nur größte Fortschritte, sondern auch schlimmste Katastrophen verdankt. Deren Hauptmerkmale bestehen darin, durch ihr Spezialistentum großartige Einzelleistungen zu erbringen, aber eben durch ihre Spezialisierung oftmals gemeingefährlich Betriebsblind zu sein, also vor lauter Wald keine Bäume mehr zu sehen, oder schlimmer noch, vor lauter Wissen über Bäume zu vergessen, dass es Wälder gibt.

 

Diese Seite - so hoffe ich - wird vielen Menschen durch Einblicke in das Leben und Denken eines Sozialwissenschaftlers viele Anregungen geben, die dem gesellschaftlichen Fortschritt dienen, ohne den das Ziel einer humanen, demokratischen Weltgesellschaft aus den Augen zu verlieren. Denn ich habe mich, so lange ich denken und lesen kann, meist intensiv mit Fragen der Geschichte, der Kulturen, der Bildung, der Politik, der Literatur und der sonstigen "schönen Künste" interessiert und - trotz aller Rückfälle auch hoch gebildeter Menschen in die fürchterlichste Barbaei - an der Überzeugung des klassischen Humanismus festgehalten, dass Bildung eine unabdingbare Voraussetzung für eine menschlichere, eine menschheitliche Gesellschaft sei.

 

Da ich alt genug bin, noch bewusst den Nationalsozialismus erlebt und erlitten zu haben, war es mir auch vergönnt, die ihm folgenden Abschnitte, Phasen, Perioden der deutschen und europäischen Geschichte bewusst erleben zu können. Wenn man will, kann man mich gerade noch der letzten Lebenden der  Generation von Zeitzeuge des "Dritten Reichs" zurechnen. Als Kind erlebte ich - im Kindergarten und der Volksschule bis kurz vor meinem elften Lebensjahr - die alltäglichen Schrecken des deutschen Faschismus und des Krieges. In mancherlei Hinsicht war die unmittelbare Nachkriegszeit (von 1945 bis 1949) mindestens ebenso schrecklich.

 

Zur Zeit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (1949) begann ich als 14jähriger Jugendlicher meine dreieinhalbjährige Lehrzeit als Werkzeugmacher. Ich war, wie man in einigen meiner hier veröffentlichten Interviews nachlesen kann, bis 1961, also insgesamt fast 12 Jahre, als Industriearbeiter beschäftigt. Mehrfache Arbeitslosigkeit inbegriffen. Die "Geist" der Betriebe war in dieser Zeit noch der der preußischen Kasernhöfe. Arbeiter wurden noch niedergebrüllt. "Zusammengeschissen". Auch in der Wirtschaft hatten - wie in Politik und Verwaltung - noch überwiegend ehemalige Nazis das Sagen.

 

Lesefreude, Unzufriedenheit mit dem Niedergang meines Berufs durch technische Fortschritte und Angebote förderten mein Bildungsbedürfnis. So holte ich die so genannte Mittlere Reife in Abendkursen nach. Dann - am Hessenkolleg Frankfurt am Main - das Abitur des sog. Zweiten Bildungswegs. Es folgte ein Studium in Frankfurt am Main und Marburg. Nach dem Studium war ich zunächst fünf Jahre als freier Mitarbeiter Strukturplaner einer kommunalen Gebietskörperschaft. Später wurde Strukturplaner ein richtiger Beruf, der dann Sozialplaner hieß. Schwerpunkt meiner fünfjährigen Tätigkeit war die Leitung einer kleinen Planungskommission für das erste deutsche "Klassenlose Krankenhaus".

 

Aus politisch-ideologischen Gründen wurde dieses zukunftsweisende, auf rund 120 Millionen DM veranschlagte Projekt, kurz vor Baubeginn gerade noch verhindert. Rund 50 Millionen Deutsche Mark an Steuergeldern wurden - um die Privilegien von Chefärzten und das Prestige von Privatpatienten zu schonen, kurzerhand in den Sand gesetzt. Nach einer Kommunalwahl, in der es um die Gebiets- und Verwaltungsreform ging, wurde die SPD-Mehrheit verloren. Ich wurde von der neu gewählten CDU-Kommunalregierung (aus politischen Gründen) gefeuert. Das Glück im Unglück war mir gewogen! Aufgrund meiner besonderen, nämlich praxisnahen sozialpolitischen, Qualifikation wurde mir angeboten, mich auf eine zu besetzende Stelle für Sozialpolitik an der FH-Frankfurt am Main, später University of Applied Sciences, als Hochschullehrer zu bewerben.

 

Trotz großer Vorbehalte seitens des zuständigen Ministeriums gelang dem Fachbereich die Berufung. Das die Fachschulen damals zu Fachhochschulen aufgewertet wurden, sich sich zum Zeitpunkt meiner Berufung (1976) noch in einer relativ frühen, geradezu experimentellen Phase ihrer Entwicklung befanden, waren die Möglichkeiten, meine verschiedenen Interessengebiete im Rahmen von Vorlesungen und Seminaren weiter zu verfolgen und weiter zu vermitteln, nahezu unbegrenzt. Aber nicht nur an der FH, auch im Rahmen meiner politischen Aktivitäten konnte ich mir eine eigene, von den zahlreichen Mainstreams und  ständig wechselnden Moden, aber auch akademischen "Schulen" unabhängige kritische Meinung bilden.

 

Vor allem mein an der FH, wo ich mich unter anderem früh mit Problemen der Jugenkriminalität, des Jugendstrafrechts und Strafvollzugs befasste, allmählich entstandenes und wachsendes Interesse an wirtschaftskriminologischen Fragen führte - nach einer längeren Phase öffentlicher Anerkennung dieser neuen Schwerpunktbildung - zu Problemen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Denn in dieser Zeit kam es zum systematischen Aufbau der heute von vielen für völlig normal gehaltenen engen Beziehungen zwischen Hochschulen und Privatwirtschaft. Für mich, der ich inzwischen vom neuen Hessischen Wissenschaftsminister Wolfgang Gerhard (FDP) als Wirtschaftskriminologe anerkannt worden war, ergaben sich daraus nachhaltige Schwierigkeiten.

 

Ein von mir geplanter und anfänglich von der Hochschulleitung unterstützter Kongress zum Thema "Wissenschaftler am Tropf der Wirtschaft" wurde plötzlich hochschulintern sabotiert. Nur durch Verschiebung des Termins um ein halbes Jahr gelang es mir, ihn doch noch durchzuführen. Ich konnte namhafte Persönlichketen aus Wissenschaft, Politik und Justiz wie den ausgestiegenen Atomphysiker Klaus Traube, den alternativen Nobelpreisträger und Umweltexperten Herrmann Scheer und die mit dem Holzschutzmittelskandal befassten Spezialisten, des Ex-Staatsanwalt Erich Schöndorf und den Toxikologen Otmar Wassermann als Referenten gewinnen. Es nahmen aber auch bekannte Opfer und Opferverbände von Wirtschafts- und Wissenschaftsverbrechen, Unternehmer und der profilierte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupernsteiner teil.

 

Mit wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit und lauter werdender öffentlicher kritik an Wirtschafts- und Wissenschaftsverbrechen formierte sich freilich auch an der Front der entschiedenen Verteidiger der Heiligen Kuh des Wirtschaftsliberalismus, der unternehmerischen Betätigungsfreiheit, der Widerstand. Aber leider nicht in der respektablen Form der sachlichen Kritik, sondern in Gestalt massiver Ablenkungsmanöver mit Hilfe von neuen, staats- und unternehmensgestützten NGO's also marktfrommen Nichtregierungsorganisationen, die das Thema Wirtschaftsverbrechen systematisch totschwiegen und es mit - zwar nicht unwichtigen, aber vom Kernproblem, dem Machtmissbrauch und den kriminellen Machenschaften den Machtzentralen der Konzerne ablenkenden - Themen wie Korruption und Lobbyismus überdeckten.

 

NGO's wie Transparency International (eine Gründung von Welt- und Entwicklungsbankern) sowie LobbyControl und Abgeordnetenwatch, die ja unbestritten wichtige Aufklärung leisten, liefern aber den Medien, vor allem den kapitalhörigen Journalisten Schlagzeilen und Stellungnahmen, die es ermöglichen, die öffentliche Kritik und "Wut" - ganz im Sinne des traditionellen Wirtschaftsliberalismus - auf Staatsversagen, Volksparteien, machtlose Parlamente und andere von eben diesem Liberalismus ausgehöhlten, ausgehungerten und arbeitsunfähig gemachten demokratischen Instituionen in den Fokus öffentlicher Kritik zu rücken.

 

Von den Verbrechen der Großinvestoren und ihrer Kapitalstrategen, den Top-Managern und Wirtschaftsverbänden wird allenfalls mal am Rande gesprochen, wennein neuer Fall es unmöglich macht, die Verantwortlichen in den Aufsichtsräten und auf den Chefsesselnder Weltkonzerne einfach auszublenden. Wer beharrlich auf die Verantwortlichkeit dieser demokratiefreien Machtzentralen hinweist, wird sehr schnell zum Außenseiter. Aber es kommt nicht - wie in ähnlichen Fällen üblich - zu Meinungsverschiedenheiten mit etablierten Wissenschaftlern, denn die würden ja dazu führen, dass die Öffentlichkeit auf die Probleme aufmerksam wird. Dehalb finde ich in privaten Gesprächen und Gedankenaustaus so gut wie keinen Widerspruch zu meinemkritischen Ansatz. Jeder weiß, dass es unmöglich wäre, Wirtschaftsverbrechen öffentlich zu rechtfertigen.

 

Es gibt nur den Weg der Verharmlosung, der Ablenkung und des Totschweigens. Das heißt, es kommt zu nicht verabredeten Ausgrenzungen, zu einem stummen Konsens, bestimmte Themen nicht oder nur unter dem Vorzeichen der Staats- und Demokratiekritik aufzugreifen, Wirtschafts- oder gar Kapitalismuskritik Kabarettisten zu überlassen. Doch den Preis der Isolation durch wirtschaftsnahe Wissenschaftler und Journalisten - das habe ich gelernt - ist nicht zu hoch. Denn es gibt Kräfte innerhalb der Kapitalfraktionen, die als Anhänger einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft durchaus zuverlässige Bündnispartner sein können, wenn es darum geht, den Monopolkapitalismus zu bekämpfen.

 

Der Monopolkapitalismus ist nicht nur der Feind der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft, sondern des Marktes überhaupt. Das Monopol schafft, um die den Kapitalismus legitimierende Wettbewerbsideologie zu pflegen, immer mehr Pseudomärkte, eine immer größere Pseudovielfalt des Waren- und Dienstleistungsangebots, das inzwischen weitgehend von der Kulturindustrie beherrscht wird, aber es entfaltet dennoch seine fatale, Humanität und Demokratie gefährdende Wirkung. Dies ist einer der Gründe, weswegen ich nicht nur im Rahmen meiner Forschungs- und wissenschaftlichen Vortragstätigkeit (die auch Schulen, Volkshochschulen, Vereine, Gewerkschaften einschließt), sondern auch durch eine kritische Beschäftigung mit Kunst und Kultur den Aufklärungsprozess voranzutreiben versuche, dem ich heute eine außergewöhnliche Bedeutung beimesse.

 

Zu sehr neigen wir dazu, um des lieben Friedens willen Meinungen zu akzeptieren, zumindest zu ignorieren, die am Ende dazu führen, dass man um seine eigene Meinung gebracht wird. Eine Art von Enteignung, die kein Strafrecht zu verhindern vermag.Ich sage mit Heinrich Heine: Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man überhaupt eine hat." Damit sich möglichst viele Menschen, vor allem jüngere, die sich leicht bei ihrer eigenen Meinungsbildung verunsichern lassen, sie sich möglichst frei bilden zu können, biete ich dieses sehr persönliche Portal zur Nutzung an. Ich stehe gern für Antworten auf kritische Fragen und Einwände zur Verfügung, bitte aber um Verständnis, dass ich auf bloße Beschimpfungen und Beleidigungen nicht antworte. 

Ich freue mich aber auf offene und ehrliche Nutzer dieser Seite. Danke!